Jetzt für die Liebe und das Lieben entscheiden
Robert T. Betz, Diplom-Psychologe, im Interview mit Tom Groß, Lichtfokus
Jetzt für die Liebe und das Lieben entscheiden
Vollständiges Interview mit Robert Betz | Lichtfokus
Robert, Du bist diplomierter Psychologe und hast jahrelang als Vice-Präsident für ein amerikanisches Industrieunternehmen gearbeitet. Heute bezeichnest Du Lady Maria, Jesus, Saint Germain, Osho, Kryon u.a. als Deine geistigen Lehrer. War das schon immer so? Was führte Dich zum Kontakt mit der geistigen Welt und wie hat das Dein Leben verändert?
Ich bin in einer katholischen Familie im Rheinland aufgewachsen und ich hatte als Kind sehr schöne und intensive Erlebnisse in meinem kindlichen Glauben an Gott, Engel und die sog. Heiligen. Mit 10 Jahren ging ich freiwillig in ein Klosterinternat der Steyler Missionare und hatte die Absicht, einmal Priester zu werden. Zugleich wurde in unserer Familie sehr offen über das gesprochen, was Priester von der Kanzel predigten und beim sonntäglichen Mittagstisch wurde offen über den Sinn oder Unsinn einer Predigt diskutiert. Das half mir sehr, schon früh festzustellen, dass dort „Wasser gepredigt und Wein getrunken wird“.
Aber ich habe mich dieser Geistigen Welt, in der Vater-Mutter-Gott, die Engel, Jesus, Maria und andere Lehrer als sehr reale Begleiter betrachtet wurden, mit meinem Herzen immer schon sehr verbunden gefühlt und ganz besonders der Lehre Jesu von der Liebe. Das diese Liebe im Rahmen der Kirche und auch in katholischen Familien nicht gelebt wurde, hat mich in meiner Jugend dann in eine Distanz zur Kirche gebracht, so dass ich sie mit 21 Jahren auch offiziell verließ.
In der Wirtschaft habe ich seit meiner Lehre zum Industriekaufmann immer mit Freude gearbeitet, denn ich konnte hier meine Talente entfalten und erkennen, wie der Einzelne zu einer florierenden Firma mit glücklichen und motivierten Mitarbeitern beitragen kann. Nach meinem Diplom in Psychologie entschied ich mich, in die Wirtschaft zurückzugehen, weil ein junger Diplom-Psychologe, auch mit besten Noten, nicht in der Lage ist, Menschen in seelischer bzw. psychischer Not wirklich zu helfen.
Schon in meinen Jahren als Manager kam ich in Kontakt mit der ersten medialen Frau, die mir Einblick in einige frühere Leben von mir gab, was mich sehr aufhorchen ließ. Im Jahr 1995, als ich in einer meiner tiefsten Krisen steckte, fand ich dann über ein anderes Medium Kontakt zu meinem geistigen Begleiter, der sich mir als ‚Philippo’ vorstellte. Er gab mir – ohne dass ich die Fragen laut gestellt hatte – eine Fülle von Antworten zu meinem bisherigen Lebensweg, die ich spontan als wahr begriff und die viel Licht in meine damals dunkle Zeit brachten und mich auf meinen neuen Weg führten. Seit dieser ersten Begegnung hat sich die Beziehung zu ihm jährlich mehr und mehr intensiviert, so dass ich heute in seiner Begleitung meine Vorträge und Seminare durchführe und ihn sehr real bei mir wahrnehme. Hellsichtige Menschen sehen ihn auch auf der Bühne und sprechen mich darauf an und fragen, wer das sei.
Im Laufe meiner Entwicklung seit 1996, in der ich mehr und mehr Frieden mit meiner Vergangenheit und mit mir selbst machen und mein Herz immer mehr öffnen konnte, hat sich um mich herum eine große Schar geistiger Begleiter gebildet, die hier mit mir einen gemeinschaftlichen Weg geht und immer mehr Menschen berührt. Dazu gehören unter anderem Engel und Erzengel sowie Meister und Lehrer, die seit langem ihren Inkarnationszyklus auf Mutter Erde abgeschlossen haben, aber in dieser großen Zeit der Transformation alle hier präsent sind, um die Menschheit zu begleiten und zu unterstützen. Wir können davon ausgehen, dass zurzeit keiner von denen fehlt, die schon in früheren Zeiten die Liebe auf der Erde gelehrt haben.
Aber ich habe mich dieser Geistigen Welt, in der Vater-Mutter-Gott, die Engel, Jesus, Maria und andere Lehrer als sehr reale Begleiter betrachtet wurden, mit meinem Herzen immer schon sehr verbunden gefühlt und ganz besonders der Lehre Jesu von der Liebe. Das diese Liebe im Rahmen der Kirche und auch in katholischen Familien nicht gelebt wurde, hat mich in meiner Jugend dann in eine Distanz zur Kirche gebracht, so dass ich sie mit 21 Jahren auch offiziell verließ.
Die klassische Psychologie verfolgt im allgemeinen das Ziel, eine gesunde Persönlichkeit, sprich ein überlebensfähiges Ego zu fördern, dass den alltäglichen Anforderungen gerecht wird. Aus spiritueller Sicht gilt es das Ego jedoch zu transzendieren. Du praktizierst und vermittelst die ‚Transformations-Therapie’. Wie stellst Du Dich darin den vielen Spielarten des Ego, dass sich bis zu einem gewissen Grad ja auch gern als ‚spirituell’ und transformationsbereit darstellt?
Das, was wir ‚Ego’ nennen, also die sich von anderen abgrenzende Persönlichkeit, die sagt: „Ich bin anders als andere. Mit dem will ich und mit dem will ich nicht. usw.“ ist ein notwendiges und wichtiges Entwicklungsstadium des menschlichen Bewusstseins, das es nicht zu verurteilen oder abzuwerten gilt. Genauso wenig wie das Denken und der Verstand, mit dem wir zu Anfang unseres Lebens, eine Menge unwahrer Gedanken denken und zu glauben lernen und auf diese Weise Leiden und Mangel erschaffen. Das kleine Kind braucht diese Abgrenzung und die Unterscheidung zum Anderen, um seine Identität und seinen Platz in dieser Gesellschaft zu finden, auch wenn diese Trennung - aus höherem Bewusstsein betrachtet - eine Illusion ist.
Ich kann jedoch erst dann etwas ‚transzendieren’, wenn ich es vorher voll und ganz durchlebt und geliebt, das heißt angenommen habe. Der Versuch spirituell ehrgeiziger Menschen sich zur Erleuchtung hin zu meditieren und zugleich das Ego und mit ihm die Mehrzahl der Menschen abzulehnen, die das trennende, lieblose Denken und Handeln pflegen, muss scheitern. Darum kommen so viele ‚spirituelle’ Menschen in ihrem Leben auch nicht klar; es mangelt ihnen häufig an Freude, beruflichem Erfolg, Erfüllung und meist auch an Geld. Wenn ich diese Dinge verurteile, darf ich mich nicht wundern, dass ich sie nicht anziehe. Diesen Menschen lege ich meinen Vortrag „Warum Spirituelle später in den Himmel kommen’ sehr ans Herz.
In der Transformations-Therapie nimmt sich der Mensch mit all seinen Facetten mehr und mehr an und lernt, sie liebend zu verwandeln. Hierzu gehören insbesondere seine vielen, von ihm selbst erzeugten, dann jedoch abgelehnten Emotionen wie Angst, Wut, Trauer, Scham, Schuld, Ohnmacht, Neid, Eifersucht usw. Diese wollen - wie all unsere Schöpfungen - durch die Liebe des Herzens angenommen, gewürdigt und verwandelt werden in Freude. Der Mensch lernt zugleich, Frieden zu machen mit seiner gesamten Vergangenheit, die in ihm gespeichert ist und sich aus den Verstrickungen mit Vater, Mutter, Geschwister, Expartnern und anderen Personen zu befreien, diese zu ehren und zu würdigen und so zu erkennen, dass jeder Schritt, jede Handlung, jedes Ereignis seine Berechtigung und seine Gültigkeit hat.
Schon in meinen Jahren als Manager kam ich in Kontakt mit der ersten medialen Frau, die mir Einblick in einige frühere Leben von mir gab, was mich sehr aufhorchen ließ. Im Jahr 1995, als ich in einer meiner tiefsten Krisen steckte, fand ich dann über ein anderes Medium Kontakt zu meinem geistigen Begleiter, der sich mir als ‚Philippo’ vorstellte. Er gab mir – ohne dass ich die Fragen laut gestellt hatte – eine Fülle von Antworten zu meinem bisherigen Lebensweg, die ich spontan als wahr begriff und die viel Licht in meine damals dunkle Zeit brachten und mich auf meinen neuen Weg führten. Seit dieser ersten Begegnung hat sich die Beziehung zu ihm jährlich mehr und mehr intensiviert, so dass ich heute in seiner Begleitung meine Vorträge und Seminare durchführe und ihn sehr real bei mir wahrnehme. Hellsichtige Menschen sehen ihn auch auf der Bühne und sprechen mich darauf an und fragen, wer das sei.
Solange etwas in uns und in unserer Vergangenheit nicht gewertschätzt, gewürdigt und geliebt wird, kommen wir nicht zur Wahrheit unseres Herzens, die uns zeigt, dass alles mit allem und jeder und mit jedem verbunden ist und dass hinter allem Geschehen immer die Liebe wirkt.
So öffnet der Mensch, der sich zu Anfang seines Lebens durch trennende Gedanken von anderen absondert hat und sein Herz für die Liebe verschlossen hat, mehr und mehr sein Herz für Vergebung und für die Liebe, aus der wir alle stammen und bewegt sich mehr und mehr in das Ich-Bin-Bewusstsein hinein, das auch das Christus-Bewusstsein genannt wird.
In einem Deiner Bücher sagst Du, das Wesentliche in unserem Leben sei die Liebe und zu lieben. Dem stimmen sicherlich viele zu. Dennoch ist es zuweilen schwer, echte Liebe zu leben, allein das ‚Bemühen’ um Liebe reicht nicht aus. Wahrhaft zu lieben erfordert ein gewisses Maß an innerer Ruhe und Losgelöstheit. Gerade wenn wir in emotional aufgewühlten Situationen an unsere Grenzen geraten, wie können wir dann dennoch selbstlos lieben?
Um zur Liebe zu gelangen, benötigen wir gerade diese emotional aufgewühlten Situationen, die in uns Gefühle wie Wut, Ohnmacht, Schuld, Scham usw. hoch holen. Darum sind all die Menschen so wertvoll für uns, die unsere ‚Knöpfe drücken’. Hierdurch kann uns erst klar werden, wie viel Unfrieden in uns gespeichert ist und wie sehr wir mit uns selbst im Krieg liegen. Erst aus dieser Erfahrung heraus können wir erkennen, wie sehr wir gelernt haben, uns selbst zu verurteilen und unser Herz verschlossen haben für uns selbst.
Für diese Entscheidung gegen die Liebe und das Lieben, die wir schon als Kind getroffen haben, können wir unsere Schöpferverantwortung übernehmen und uns Stück für Stück aus dem Bewusstsein eines Opfers und damit aus der Ohnmacht und Handlungsunfähigkeit hinaus bewegen in das Bewusstsein eines sich selbst liebenden Schöpfers hinein.
Hierzu gehört der Vorgang der Vergebung und er bedeutet zu sagen: „Ich erkenne, ich habe mich geirrt, als ich mich verurteilte. Ich habe es immer so gut gemacht, wie ich konnte und wie ich wusste. Ich nehme meine Urteile gegen mich zurück.“ Dieser Gedanke öffnet den Geist und das Herz für die Kraft der Vergebung und der Liebe zu mir selbst. Und nur der Mensch, der beginnt sich selbst zu lieben, kann auch seine Mitmenschen lieben, weil er erkennt: Es ging allen anderen genauso wie ihm. Die Forderung, ‚selbstlos lieben zu müssen’, ist – wie das Streben nach Erleuchtung – eine überforderung des Menschen. Es geht darum, sein Selbst zu lieben und nicht darum, sein Selbst los zu werden.
Eines Deiner vorrangigen Themen ist Partnerschaft. In Deinem Buch ‚Wahre Liebe lässt frei’ klärst Du gründlich festgeprägte Missverständnisse zwischen Mann und Frau, die nach wie vor in den meisten Beziehungen zu finden sind. Was liegt Dir so an der Frau/Mann Verbindung? Sehen wir zukünftig eher einem ausgeprägten Single-Dasein entgegen oder hat eine eheähnliche Gemeinschaft nach wie vor Bestand?
Die Frau-Mann-Beziehung ist die wichtigste Säule der Transformation in dieser Zeit der großen Veränderungen. Es geht hier nicht nur darum, die vielen Irrtümer und Täuschungen zu klären, mit denen Frauen und Männer eine Beziehung eingehen, sondern darum, die tiefe Bedeutung zu erkennen, die in dieser Begegnung liegt. In Frau und Mann trifft sich das Weiblich-Göttliche mit dem Männlich-Göttlichen und diese beiden sind grundverschieden, obwohl sie aus derselben Quelle stammen. Zu diesen Unterschieden und andern Kernpunkten der Frau-Mann-Beziehung habe ich in dem Buch „Zersägt eure Doppelbetten“ der Geistigen Welt 185 Fragen gestellt und wunderbare Antworten erhalten und weiter gereicht. Wir haben heute eine Mehrzahl an männlich lebenden Frauen, die – auch im übertragenen Sinn – die Hosen angezogen haben und hart geworden sind. Sie wollten es anders machen als ihre Mütter und landen dennoch, meist zwischen 40 und 50 Jahren, in einer scheinbaren Sackgasse mit körperlichen und psychischen Erkrankungen und großen Enttäuschungen in ihrer Partnerschaft. Sie haben sich vom Kern ihres eigenen Weiblichen sehr weit entfernt und ihr Körper weiß das und reagiert mit Krankheit. Die Männer hingegen sind in den letzten Jahrzehnten immer verschlossener und ängstlicher geworden, weil die Väter abwesend oder schwach und emotional verschlossen waren und ihnen nicht zeigen konnten, was ein ‚richtiger Mann’ ist. Dazu sind die meisten Männer extrem mit der Mutter seit der Kindheit verstrickt, fühlen sich tendenziell Frauen gegenüber schuldig oder unterlegen, weichen ihnen aus, reden nicht über ihre Gefühle und stürzen sich in Arbeit und/oder Süchte. Darum habe ich für Männer gerade das Buch „So wird der Mann ein Mann!“ geschrieben, das auch Frauen sehr begrüßen und mir schreiben: „Jetzt verstehe ich meinen Mann zum ersten Mal.“
Beide, Frau und Mann, haben jetzt in kurzer Zeit die große Aufgabe, sich selbst wiederzufinden und hier das Frau-Sein, dort das Mann-Sein zum zentralen Thema ihres Lebens zu machen, damit sie wieder zueinander finden und die Liebe feiern können. Wenn zwei Menschen zusammen kommen, von denen jeder sich selbst verurteilt, d.h. nicht liebt und beide sich vom anderen wünschen, dass er seine Sehnsüchte und Wünsche erfüllt, dann können diese beiden hungrigen, bedürftigen, sich selbst ablehnenden Kinder in zwei Erwachsenenkörpern einfach nicht glücklich werden. Bis sich einer von beiden aufmacht und beginnt, sich zu besinnen und seine Verantwortung für das eigene Leid übernimmt.
„Die Ehe der Freiheit kommt jetzt explosionsartig auf die Erde!“, heißt es in meinem Doppelbetten-Buch. Und das bewirkt, dass sich zurzeit mehr und mehr Paare trennen, zwischen denen nicht die Liebe die tragende Basis ist, sondern wo Langeweile, Starre, Aushalten und gegenseitige Abwertung existiert. Alles, was du jetzt nicht liebst, muss jetzt gehen, ob Partner, Gesundheit, Arbeit oder Geld, damit wir uns wieder der Grundwerte menschlichen Lebens bewusst werden.
Eheähnliche Gemeinschaften und die Ehe selbst hat eine rosige Zukunft, aber sie wird von Menschen mit wertschätzendem Abstand und Respekt geführt werden und nicht der sich gegenseitig brauchen und entsprechend missbrauchenden Weise wie heute.
Lichtarbeit – ein Ausdruck der für unser Magazin recht prägend war und ist. Er hat mittlerweile viele Wandlungen und Interpretationen erfahren und wir sind mit ihm gewachsen. Was bedeutet für Dich Lichtarbeit?
Das ganze Universum ist aus Licht, aus Strahlen aufgebaut. Jede Farbe hat eine bestimmte, ganz eigene Schwingung und Wirkung. Darum spielt in der Transformationstherapie der Umgang mit den insgesamt 12 Strahlen eine ganz besondere Rolle. Wir arbeiten hier – wie auch in fast all meinen Meditationen auf CD – mit diesen Strahlen, die eine befreiende, klärende, heilende, integrierende oder eine sonstige Funktion haben. So verwenden wir hier den silbernen Strahl, den Strahl der Gnade, für Klärung und Befreiung, den violetten für Transformation, d.h. Verwandlung, den grünen oder goldenen für Heilung usw. . Jeder Strahl wird begleitet von einem bestimmten Erzengel und von Geistigen Lehrern und Meistern und wirkt auf unser feinstoffliches System ein, wenn wir ihn rufen bzw. einsetzen.
Letztlich führt jede gute spirituelle Arbeit wieder zum Bewusstsein und der Wahrnehmung, dass jeder von uns in seiner Essenz Licht und Liebe ist. Dies gehört zu unserem Prozess des sich Wiedererinnerns an unsere göttliche, d.h. spirituelle Natur. Der Mensch ist von Haus aus Spirit, zurzeit in einem menschlichen Körper. Die meisten ‚Spirituellen’ glauben jedoch immer noch, sie müssten sich anstrengen, als kleine, unvollkommene Menschlein spirituelle Erfahrungen zu machen.
2012. Das Dauerthema der letzten 20 Jahre, welches sich in den letzten Jahren immer mehr verdichtet. Gerade auch angesichts der aktuellen Geschehnisse weltweit. Wie verstehst Du dieses Datum und den damit im Zusammenhang stehenden angekündigten globalen Bewusstseinswandel?
Ich habe nicht den geringsten Zweifel daran, dass wir in diesen Jahren um 2012 die größten Veränderungen auf Mutter Erde und in der Menschheit seit vielen Tausend Jahren erleben. Der Mensch steht vor dem Sprung bzw. befindet sich in einem Quantensprung auf eine andere Bewusstseinsebene. Ich halte diese Jahre daher für die segensreichsten der Menschheitsgeschichte und wir sollten Ihnen nicht mit Angst, sondern mit Annahme, Freude und Hingabe begegnen.
Es ist die Liebe selbst, die größte aller Kräfte, aus der wir alle geboren wurden, die jetzt durch die Herzen der Menschen mobil macht, wenn der Mensch bereit ist, sich wieder mit der Liebe zu sich selbst, zu allen anderen Menschen, zu Mutter Erde und zu Vater-Mutter-Gott zu verbinden. Es kommt in diesen Jahren sehr viel mehr Licht auf die Erde und die Physiker beobachten – oft mit Unbehagen – die ungewöhnlichsten Eruptionen auf der Sonne. Wenn mehr Licht auf die Erde strömt, verändert das alles und beschleunigt alle Vorgänge. Daher verändert sich für viele Menschen jetzt auch das Zeitgefühl.
Für den Einzelnen findet jetzt ein Klärungsprozess statt, der meist durch Krisen im Körper, in der Psyche, in der Partnerschaft oder im Bereich der Arbeit ausgelöst wird. Nachdem unser ‚normales’ Leben ohne das bewusste Lieben möglich war, ändern sich jetzt die Bedingungen. Wo früher die Ehe oder Partnerschaft ohne Liebe möglich war, geht das ab jetzt nicht mehr. Darum trennen sich jetzt mehr und mehr Partner bzw. werden getrennt. Wenn die Frau ihr Frau-Sein und ihren weiblichen Körper nicht liebt, wird sie in diesen Jahren schnell erkranken und ebenso der Mann, wenn er das Mann-Sein nicht liebt. Wer seiner Arbeit ohne Liebe und Freude nachgeht, wird sie in diesen Jahren verlieren müssen.
All das geschieht, damit wir uns der Kernrolle der Liebe und des Liebens wieder bewusst werden und uns ganz bewusst für ein großes JA zum Menschsein auf dieser Erde entscheiden und für die Verbindung in der Liebe mit allem, was uns umgibt und uns dient. Denn die Liebe ist in allem, im Kleinsten wie im Größten das verbindende Element. Und diese größte aller Kräfte macht jetzt mobil und präsentiert veränderte Gesetzmäßigkeiten. Was der Mensch jetzt nicht liebt, das wird er (zeitweise) verlieren müssen bis er es wieder zu schätzen lernt, sei es die Gesundheit seines Körpers, seine Arbeit oder seinen Partner. Die Auswirkungen dieser spirituellen Revolution sind für den heutigen Verstand noch gar nicht vorstellbar, weil er sich ja auf einer niedrigeren, sehr viel begrenzteren Bewusstseinsebene befindet.
Der aufmerksame Mensch kann diese Entwicklung an sich und seiner Umwelt beobachten. Sie ist bereits in vollem Gange und wer sie mit Angst verbindet und dann in die Starre, in den inneren Stillstand, geht, ist schlecht beraten. Er verhält sich dann wie jemand, der auf einer schnell und dicht befahrenen Autobahn die Entscheidung trifft, jetzt nur mit 60 km/h zu fahren. Er wird dann mit einem Energiestau-Problem konfrontiert, das sich meist auch in seinem Körper manifestiert. Der eine Mensch hat Freude an der Veränderung, der andere hat Angst vor ihr. Beides ist in Ordnung. Nur darf der Mensch mit Angst sich dieser jetzt bejahend fühlend annehmen, damit sie verwandelt wird. Wie dies konkret geht, zeige ich in meinen Seminaren und in den vielen Meditationen, die Tausende von Menschen seit Jahren machen.
Eine Neue Erde. Eine schöne und verbreitete Vorstellung, die Hoffnung für eine bewusste Menschheit weckt. Hast Du eine konkrete Vision, eine Vorstellung von einer neuen Erde bzw. einer neuen Gesellschaft? Wenn ja, wie sieht sie aus?
Ja, die habe ich. Ich bin mir sicher, dass mehr und mehr Menschen sich jetzt und in den Jahren nach 2012 zu liebenden Gemeinschaften verbinden werden, ob das die Partnerschaft zwischen zwei Menschen, die Hausgemeinschaft, den Verein oder die Firma betrifft. Das werden sich selbst liebende Menschen sein, die das trennende Denken in gut/böse, richtig/falsch usw. überwinden und mit ihrem Herzen in der Liebe aufeinander schauen und verstehen werden, dass jeder Mensch göttlichen Ursprungs ist und dies nur vergessen hat.
Auch das aktuelle Geschehen in Japan hat mit dieser Entwicklung zu tun. Mutter Erde reagiert auf das,
Es sind Menschen, die die Dreieinheit von Körper-Geist-Seele und von Gott-Erde-Mensch wieder lieben, wertschätzen und würdigen und wissen, warum sie auf der Erde sind und der Stimme ihres Herzens folgen werden. Sie werden auch die Trennung zwischen der stofflichen Welt und den feinstofflichen und geistigen Welten überwinden und in eine bewusste Zusammenarbeit mit der Geistigen Welt, den Engelwelten und der Welt der Naturwesen eintreten. Das können wir jetzt bereits an der stark wachsenden Zahl medialer Frauen und Männer ablesen. Der „Normalmensch“, dessen Bewusstheit auf Angst und Trennung beruht, hält das interessanterweise für genauso naiv und spinnert wie viele Menschen, die sich als „Spirituelle“ verstehen. Es ist interessant zu beobachten, wie ein Großteil der ‚spirituellen Szene’ zurzeit dabei ist, die größte spirituelle Entwicklung der Menschheit zu verschlafen.
Das Männliche und Weibliche zeigt sich in der Natur und im Menschen zwischen dem Tun und dem Nicht-Tun, dem Sein, dem Geschehen-Lassen, zwischen dem Einatmen und dem Ausatmen, dem Tag und der Nacht, dem Denken und dem Fühlen, dem Verstand und dem Herzen, der senkrechten Haltung und der waagerechten. Aus den Vorgängen von Japan für sich zu lernen, bedeutet zu überprüfen, wo ich selbst aus dieser Balance gefallen bin und mich wieder an das rechte Verhältnis zwischen Innen und Außen, zwischen Geist und Materie, zwischen Bewusstsein und Sein zu erinnern und wieder in meine Mitte zu kommen. Wer jetzt nicht seine persönliche Inventur macht und bereit ist, nach innen zu gehen, um zu Klarheit, Frieden, Gelassenheit, Vertrauen und zur Stimme seines Herzens zu finden, der wird sich zunehmend in äußerem wie innerem Chaos und im Schmerz wiederfinden. Dies kann jeder vermeiden, der sich jetzt für die Liebe und das Lieben entscheidet.
