Das Ende aller Probleme
Byron Katie live mit The Work in Deutschland
"Das einzige Leiden besteht in einem verwirrten, unklaren Geist", sagt Katie. "Hinterfrage deine stressvollen Gedanken und du erlebst Klarheit und tiefen Frieden in dir." Alle nennen sie einfach ‚Katie’. Byron Kathleen Reid ist ihr vollständiger Name. Im Saal mit fast 1.000 Teilnehmern ist es mucksmäuschenstill. Vorne ‚unterhält’ sich Katie mit Ralf, einem Zwei-Zentner-Mann, dem es in seinen Fettmassen sichtlich schwer fällt zu atmen und der Jahrzehnte der Selbstquälerei und Einsamkeit hinter sich hat. "Ist das wirklich wahr, dass du zu dick bist?", fragt Katie ihn. Ihre Stimme klingt warm und einfühlsam und zugleich bestimmt und konzentriert. Noch glaubt Ralf seinem Verstand, der ihm seit Jahrzehnten einredet, er sei dick, hässlich, abstoßend und könne mit diesem Körper nicht damit rechnen, jemals von anderen geliebt zu werden.
Katie weiß, was es heißt zu leiden. Mehr als zehn Jahre litt diese Frau aus Kalifornien, Mutter von drei Kindern, an schwersten Depressionen und Essstörungen. Am Ende landete sie mit 43 Jahren als hoffnungsloser Fall in einem Heim für Frauen. Um die anderen Bewohnerinnen vor ihren unbeschreiblichen Wutattacken zu schützen, sperrte man sie in die Dachkammer des Heims. Sie war geistig derart gestört, dass sie nachts auf dem Fußboden schlief, weil sie glaubte, nicht würdig zu sein, in einem Bett zu schlafen. Bis sie eines Morgens auf dem Fußboden aufwachte...
Sie beobachtete fasziniert, wie eine Kakerlake über ihren Fuß kroch. In diesem Moment wurde sie Zeuge davon, wie ‚es’ begann, in ihr zu denken. Sie gewann Abstand zu ihren Gedanken, wurde zu ihrem Beobachter. Sie wurde gewahr: Ich bin nicht meine Gedanken. ‚Es’, mein Verstand denkt Gedanken, aber sind diese Gedanken wirklich wahr? An diesem Morgen wurde eine neue Frau geboren, die die Welt und ihre Gedanken begann, liebevoll zu betrachten und zu hinterfragen. Eine Frau, die im tiefsten Innern erkannte und begriff, dass Leiden nie im Äußeren besteht, sondern immer nur im Verstand des Denkers, in seinen unwahren Gedanken. Mit dieser neuen Frau wurde ‚The Work’ geboren, ein einfacher Prozess der Befreiung aus allem Leiden.
‚The Work’ ist Katies Geschenk an die Menschheit. Mit diesem leicht zu erlernenden Instrument haben bereits hunderttausende Menschen in über 30 Ländern den Weg aus einem konfusen, leiderzeugenden, verstrickten Denken hinaus finden können. Und jedes Jahr kommen Tausende hinzu – auch in Deutschland.
Katie wird in einigen deutschen Städten live zu erleben sein. An solchen Tagen kann jeder Katie erleben und einen oder zwei Tage lang in sich erfahren, wie tiefgreifend ‚The Work’ zu innerer Klarheit und Frieden beiträgt. Obwohl die Säle mit mehreren hundert Zuhörern gefüllt sind, hat man das Gefühl, mit Katie im Wohnzimmer zu sitzen. Sie fasziniert und berührt die Zuhörer durch Herzenswärme, geistige Wachheit und durch einen herz- und geisterfrischenden Humor.
‚The Work’ ist weder Psychotherapie, noch eine ‚Technik’. ‚The Work’ ist ein meditativer Prozess mit Hilfe von vier Fragen und einigen Umkehrungen von ursprünglich gedachten Gedanken. Jeder kann ‚The Work’ nach kurzer Zeit erfolgreich anwenden. Zunächst findet man allein oder im Gespräch heraus, welche Gedanken wir zu einem konfliktbeladenen Thema denken. Beispiele für solche stress-auslösenden Gedanken sind z.B.: "Ich kann nicht ohne dich leben", "Mein Mann/meine Frau sollte liebevoller zu mir sein.", "Er/sie hätte mich nicht verlassen sollen.", "Ich sollte schon viel weiter sein." oder "Mein Kind sollte ordentlicher sein."
Tausende solcher Gedanken denkt unser Verstand seit vielen Jahren und wir glauben sie. Solange wir sie glauben und nicht auf ihre Wahrheit hin prüfen, erzeugen solche Gedanken immenses Leid in unserem Leben. Unser Verstand ist deswegen nicht schlecht, er tut nur das, womit wir ihn beauftragt haben. Seine Aufgabe ist es, uns täglich Beweise dafür zu liefern, dass seine Gedanken wahr sind.
Wer bereit ist, mit ‚The Work’ seine Gedankenwelt zu hinterfragen, macht sich selbst eines der größten Geschenke. Er öffnet sich die Tür zu Frieden und Freiheit. Eine Unzahl von Problemen lösen sich geradezu in Luft auf und machen einem befreienden Lachen Platz. Tränen und Lachen sind die häufigen Begleiter auf dem Weg mit ‚The Work’.
Auch der schwergewichtige Ralf erlebt diesen Weg auf befreiende Weise. Durch Katies Fragen ermutigt, erkennt er, wie er sich über Jahrzehnte durch seine eigenen unwahren Gedanken in die Schwere, das Selbstmitleid, den Ekel vor sich selbst und in die Einsamkeit hinein befördert hat. Jeder der Zuhörer kann nachfühlen, wie es ist, in einer solchen Burg aus Fett und selbstmörderischen Gedanken zu sitzen. Ralf erkennt: nicht sein Körper ist zu fett, es sind seine ihn 24 Stunden am Tag quälenden, nicht hinterfragten Gedanken rund um den Körper, die Unattraktivität, das Essen, das Abnehmen usw. Es sind seine ‚fetten’ nicht hinterfragten Gedanken, die ihn foltern und seinen Körper zwingen, die äußeren Fettmassen ständig neu zu erzeugen. "Du hast kein Ernährungsproblem, erklärt Katie den sog. Übergewichtigen dieser Welt immer wieder, du hast ein Gedankenproblem."
Durch ‚The Work’ erhält Ralf Abstand von seinen Gedanken. Er hinterfragt ‚Gedanken um Gedanken’, kehrt sie am Ende mit Katies Hilfe in ihr Gegenteil und – sich schüttelnd vor befreiendem Lachen – erkennt er zutiefst, dass es andere Gedanken gibt, die weit wahrer sind als die, auf die seine ganze Aufmerksamkeit bisher gerichtet war – und sein Leiden erzeugten. Am Ende hat er zwar (noch) kein Kilo Fett verloren, aber eine unendliche Last ist von ihm abgefallen, das spürt jeder im Saal und freut sich mit ihm.
